Folge 7: Rechercheaktivistin Lena über das Innere von Tierfabriken

Rechercheaktivistin Lena über das Innere von Tierfabriken

Dicht gedrängte Puten mit großen blutigen Wunden, Schweine, die in ihrem eigenen Kot liegen, oder Ferkel, die brutal erschlagen werden – von diesen Zuständen in der Tierindustrie wissen wir nur, weil es Menschen gibt, die in Mast- und Zuchtanlagen die Situation der Tiere dokumentieren.

Ich spreche in dieser Folge mit Lena, die schon in vielen Ställen Bilder und Videos aufgenommen hat. Sie erzählt, wie sie das Innere der Tierfabriken erlebt, welche Entdeckungen für die Medien interessant sind und was sie motiviert, diese Arbeit zu machen.

Folge 6: Frederik Henn über die biovegane Gemüse-Genossenschaft PlantAge

Frederik Henn über die biovegane Gemüse-Genossenschaft PlantAge

So genannte Nutztiere spielen in der heute verbreiteten Landwirtschaft eine zentrale Rolle – ihre Ausscheidungen düngen oft auch die pflanzlichen Produkte wie Getreide und Gemüse. Für einen umfassenden Ausstieg aus der Tierindustrie muss dieser Zusammenhang gekappt werden. Wie kann man ganz ohne Nutztierhaltung Lebensmittel produzieren? Ein Konzept dafür liefert der biovegane Anbau. Bundesweit gibt es bislang nur wenige Betriebe, die ihn bewusst praktizieren, darunter PlantAge in Brandenburg.

Ich spreche in dieser Folge mit Frederik Henn, der das Projekt mit gegründet hat. Das Besondere an PlantAge ist nicht nur die Anbauweise, sondern auch das Organisationskonzept: PlantAge vertreibt das Gemüse nicht über Supermärkte. Stattdessen sind die Konsument*innen Mitglieder einer Genossenschaft und bekommen für einen monatlichen Beitrag eine Gemüsekiste.

Links:

PlantAge: https://www.plantage.farm/

Anbauverband Biozyklisch-veganer Anbau: https://biozyklisch-vegan.org/

Alle Podcastfolgen hier: https://friederikeschmitz.de/podcast/

Folge 5: Svenjo Heyne, veganer Ziegenhirte, über Naturschutz mit Ziegen

Brauchen wir so genannte Nutztiere, um Grünland und Wiesen zu erhalten und die spezifische Artenvielfalt der Kulturlandschaft zu erhalten? Immer öfter wird mit diesem Argument die Milch- und Fleischwirtschaft verteidigt. Allerdings gibt es auch eine Form von Naturschutz durch Beweidung, bei dem die Tiere weder gemolken noch getötet und aufgegessen werden.

Für diesen Podcast habe ich mit dem veganen Ziegenhirten Svenjo Heyne gesprochen. Er erklärt, warum es in manchen Fällen im Hinblick auf Natur und Artenvielfalt sinnvoll ist, Flächen von Ziegen abfressen zu lassen. Er schildert seine Arbeit und seinen Umgang mit den Ziegen.

Alle Podcastfolgen hier: https://friederikeschmitz.de/podcast/

Folge 4: Veronika Settele über die Entwicklung der industriellen Tierhaltung 1945 – 1990

Wie ist die heute übliche Nutzung von Rindern, Schweinen und Hühnern entstanden? Die Geschichtswissenschaftlerin Veronika Settele hat die Veränderungen zwischen 1945 und 1990 in der BRD und in der DDR untersucht und darüber ein Buch geschrieben, das in diesem Sommer erschienen ist.
Im Podcast spreche ich mit ihr über ihre Ergebnisse: Was hat sich in der Tierhaltung und im Verhältnis von Mensch und Tier verändert und warum? Welche Rollen spielte dabei Faktoren wie Nachfrage nach Fleisch, Milch und Eiern, die Agrarpolitik oder die kapitalistischen Wirtschaftsverhältnisse? Welchen Einfluss hatten ethische Überlegungen? Und was bedeutet das alles für die Situation heute?

Folge 3: Friedrich Kirsch über revolutionäre Realpolitik

Die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung will die Ausbeutung der Tiere beenden und die Nutztierhaltung abschaffen. Aber wie kann das gelingen – mit welcher Strategie? Können Reformen innerhalb des Systems sinnvolle Zwischenziele sein – und wenn ja, was für Reformen?
Friedrich Kirsch ist Aktivist beim Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ und schlägt vor, das Konzept der revolutionären Realpolitik zu verwenden, um zu diskutieren, welche Kampagnen und Forderungen die Bewegung am meisten voranbringen können.
Friedrich hat die Idee auch in einem Vortrag bei der International Animal Rights Conference vorgestellt (auf Englisch), den findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=7ezD8AjPlrM

Folge 2: Sarah Heiligtag vom Hof Narr

Der Bauernhof der Zukunft? Sarah Heiligtag hat den Lebenshof „Hof Narr“ in der Nähe von Zürich mitgegründet. Dort können Schweine, Rinder, Hühner und andere Tiere ein möglichst gutes Leben führen, ohne für ihre Körperprodukte benutzt oder getötet zu werden. Zahlreiche Kinder und Erwachsene lernen bei Hofbesuchen die Tiere kennen und kommen ins Nachdenken über ethische Fragen. Dazu produziert der Hof biovegan angebautes Gemüse für 100 Haushalte, zwei Läden und ein Restaurant. Weil sich immer mehr Landwirt*innen für das Konzept des Hofs interessieren, bietet Sarah mittlerweile auch eine Beratung für alle an, die aus der Nutztierhaltung aussteigen wollen. Denn vielen fällt es schwer, Tiere töten zu lassen oder ihnen die Kinder zu nehmen, wie es auch in der besten Nutztierhaltung unvermeidbar ist. Mehrere Betriebe haben schon mit Sarahs Hilfe umgestellt. Aktuell ist sie mit 40 Betrieben im Gespräch. Das sind vielleicht 40 weitere Höfe, die in Zukunft möglichst gewaltfrei und ökologisch Nahrungsmittel erzeugen werden! Ich bin sehr begeistert von dem Projekt. Aber hört selbst!

Folge 1 – Dutch Campaign “Sluit Vion”

I talked to Ella from the Dutch campaign “Sluit Vion“ – „Shut Down Vion“: What made them build the alliance, what are their goals, what have they done so far, how are they cooperating?

Ich habe mit Ella von der neuen niederländischen Kampagne „Sluit Vion“ – „Vion schließen“ gesprochen: Warum hat sich das Bündnis gegründet, was sind ihre Ziele, was haben sie bisher gemacht, wie läuft die Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen?
Das Gespräch ist auf Englisch.

Sluit Vion on Twitter: https://twitter.com/Sluit_Vion
The video in which Alex talks about his work in the slaughterhouse: https://www.ad.nl/video/ex-werknemer-vion-het-werkmilieu-is-onmenselijk~p158273