Tagesseminare

Friederike Schmitz SeminarIn meinen Tagesseminaren biete ich jeweils einen Einstieg in ein spezielles Thema rund um Tier- und Umweltethik: Kurze Präsentationen, Übungen und viel gemeinsame Diskussion. Seien Sie dabei!

Wenn Sie Interesse haben, ein Seminar bei Ihrer Organisation zum Beispiel als In-House-Schulung für Ihre Mitarbeiter*innen anzubieten, sprechen Sie mich gern an!

Die eingesetzten Medien und die Struktur waren sehr gelungen. Auch inhaltlich habe ich mich total angesprochen gefühlt.Eine Seminarteilnehmerin

Mögliche Themen:

Hühner können weder Verträge abschließen noch Urlaubspläne schmieden. Ist das ein Grund, ihre Bedürfnisse weniger ernst zu nehmen als die von Menschen? Tierrechtler*innen argumentieren, dass auch Hühner, Schweine und Kaninchen Grundrechte auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit verdienen. Die Begründung: Es gibt keine Eigenschaft, die alle Menschen haben und die einen ethischen Sonderstatus rechtfertigen könnte. Die Folge: Wir dürften weder Hühner essen noch an Mäusen experimentieren und am Ende auch keine Hunde mehr halten, oder?

In diesem Seminar setzen wir uns mit klassischen Begründungen für Tierrechte auseinander. Wir diskutieren, wie überzeugend die Argumente tatsächlich sind, und lernen Einwände und interessante Gegenpositionen kennen. Gemeinsam besprechen wir außerdem theoretische und praktische Schwierigkeiten bei der Umsetzung der ethischen Theorie.

Aus Haus- und Nutztieren sollen Staatsbürger werden – das fordert das kanadische Paar Sue Donaldson und Will Kymlicka in ihrem Buch Zoopolis. Sie gehen damit weit über klassische Tierrechtstheorien hinaus: Wenn es nach ihnen ginge, sollten wir nicht nur aufhören, Tiere einzusperren und aufzuessen, sondern wir sollten sie als Mitglieder unserer Gemeinschaft betrachten mit Zugang zum Renten- und Gesundheitssystem, Anrecht auf Mitgestaltung öffentlicher Räume und anderen Rechten. Im Zuge des Political Turn in der Tierethik wird das Mensch-Tier-Verhältnis auch von anderen Autor*innen immer stärker aus politiktheoretischer Perspektive beleuchtet. Daraus ergeben sich spannende praktische Forderungen.

In diesem Seminar setzen wir uns mit verschiedenen solcher Ansätze auseinander. Wir betrachten den Unterschied zwischen ethischer und politischer Herangehensweise sowie den zwischen idealer und nicht-idealer Theorie, diskutieren mehrere Ideen aus Zoopolis und lernen noch radikalere, anarchistische Perspektiven auf das Mensch-Tier-Verhältnis kennen.

Straßenbau, Regenwaldrodung oder Plastik im Meer – menschliche Aktivitäten schädigen und zerstören immer mehr Ökosysteme. Der Klimawandel könnte sogar die Zukunft des Lebens, wie wir es kennen, infrage stellen. So gut wie alle gesellschaftlichen Akteure stimmen heutzutage zu, dass wir ein Problem haben. Die Argumente, Ursachenanalysen und Lösungsvorschläge sind allerdings sehr unterschiedlich. Sollten wir Natur und Umwelt vor allem im Hinblick auf den menschlichen Eigennutz schützen, oder haben Tiere, Tierarten, Pflanzen oder Ökosysteme einen Eigenwert? Sind Herrschaftsverhältnisse zwischen Menschen und das kapitalistische Wirtschaftssystem die Ursachen einer gestörten Naturbeziehung? Welche Rolle spielt unser Konsumverhalten? Dürfen wir uns auf staatliche und internationale Schutzmaßnahmen verlassen oder müssen wir selbst aktiv werden?

In diesem Seminar besprechen wir einerseits verschiedene Positionen der Umweltethik (Pathozentrismus, Biozentrismus, Tiefenökologie), die ein grundlegend anderes Verhältnis von Menschen zur Natur einfordern. Außerdem gehen wir auf Ideen der Sozialökologie ein und diskutieren, welche Zusammenhänge zwischen Umweltzerstörung und gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen bestehen – und welche Konsequenzen sich daraus für das eigene praktische Engagement ergeben können.

Feedback aus früheren Seminaren

Die Struktur und die Didaktik, die Gruppendynamik, der Ort – ich fand alles richtig gut.
Besonders gut fand ich: Aufbau, Input, Output, Verhältnis Theorie + Praxis, Verpflegung, Location
Danke, tolle Organisation und Inhalt deines Seminars (Vorbereitung, Materialien etc.)
Ich würde das Seminar weiterempfehlen, da ich die behandelten Themen als wichtige Grundlage für den Aktivismus erachte. Du bringst sehr gute Beispiele und wertvolle Erfahrungen.